Das Wo-ist-Philae-Wimmelbild

Die Europäische Weltraumagentur ESA hat kurz vor dem Ende der Rosetta-Mission noch ein schönes Abschiedsgeschenk in die Antennen gelegt bekommen. Auf einem Bild des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, fotografiert aus 2,7 Kilometer Entfernung am 2. September 2016 von der Sonde Rosetta, ist der Philae-Lander zu sehen. Seit der teilweise missglückten Landung am 12. November 2014 war der Aufenthaltsort von Philae auf dem Kometen unbekannt.

Ähnlich wie bei den Wimmelbild-Büchern „Wo ist Walter?“ könnt ihr euch jetzt im Kometen-Oberflächengewimmel auf die Suche nach dem kleinen Philae machen. 😀 Auf das Bild klicken, dann geht die große Version auf (5 MB).

Die Lösung gibt es auf der ESA-Seite.

Philae auf Tschuri gefunden.
Irgendwo hier ist der kleine Philae-Lander zu sehen. Ein Pixel sind etwa fünf Zentimeter. Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Jupiter und das lächelnde Polarlicht

Das Weltraumteleskop Hubble ist normalerweise mehr ein Sterngucker. Bilder ferner Galaxien, Nebel und Sterne hat es schon tausendfach geliefert. Seine unmittelbare Nachbarschaft im Sonnensystem hat Hubble verhältnismäßig selten in den Blick genommen.

Seit ein paar Monaten schaut das Weltraumteleskop fast täglich auf Jupiter — auch wegen der Juno-Mission der NASA. Dabei sind auch spektakuläre Bilder von Polarlichtern auf dem Jupiter entstanden. Und ich könnte schwören, dass darin ein Smiley zu sehen ist. 🙂

This full-disc image of Jupiter was taken on 21 April 2014 with Hubble's Wide Field Camera 3 (WFC3). Credits: NASA, ESA, and J. Nichols (University of Leicester)
This full-disc image of Jupiter was taken on 21 April 2014 with Hubble’s Wide Field Camera 3 (WFC3). Credits: NASA, ESA, and J. Nichols (University of Leicester)

Jupiter und Juno: Im Land des unscharfen Gasriesen

Seit Anfang Juli treibt sich die NASA-Raumsonde Juno im Bereich des Jupiters herum. Juno hat eine … nun, nennen wir es mal PR-Kamera dabei. Die JunoCam hat kaum einen wissenschaftlichen Zweck bei der Mission, sie dient vor allem der Öffentlichkeitsarbeit. Ja, auch so funktioniert Raumfahrt.

Noch gibt es keine hochauflösende Bilder des fünften Planeten und seiner Monde, am 27. August soll sich das bei der nächsten Annäherung Junos an den Jupiter aber ändern.

Aber selbst die noch recht unscharfen Bilder sind durchaus beeindruckend.

Jupiter, aufgenommen am 10 Juli 2016 von der Raumsonde Juno. Rechtes neben dem Gasriesen sind die Monde Io, Europa und Ganymed zu sehen.Credits: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS
Jupiter, aufgenommen am 10 Juli 2016 von der Raumsonde Juno. Rechts neben dem Gasriesen sind die Monde Io, Europa und Ganymed zu sehen. Credits: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Exoplaneten in Massen und doch nicht genug

In einer neuen Folge von Urknall, Weltall und das Leben erklärt Josef Gaßner, wie die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems funktioniert und stellt ein paar der gefundenen Exoplaneten vor.

Immer mehr Exoplaneten gefunden

Suche nach Exoplaneten: Kepler 16 Transit. (NASA/JPL-Caltech/R. Hurt)
Kepler 16 Transit. NASA/JPL-Caltech/R. Hurt

Bis Ende März 2016 führte die NASA 1962 Exoplaneten in ihrer Liste, die als bestätigt gelten. Dazu gibt es noch etliche mögliche Kandidaten, so wie Alpha Centauri Bb, der — wenn er wirklich existieren würde — mit 4,01 Lichtjahren unserem Sonnensystem am nächsten wäre. Aber in diesem Satz sind nicht umsonst einige Konjunktive.

1041 dieser Planeten wurde mit dem Weltraumteleskop Kepler entdeckt, der größte Teil davon 2014, als alte Kepler-Daten nochmal mit einem statistischen Verfahren analysiert wurden. Aber die Anzahl der gefundenen extrasolaren Planeten hat in den letzten Jahren zugenommen und wird mit weiteren Missionen noch ansteigen.

Neue Instrumente für die Planetensuche in Sicht

Mal sehen, wie lange Kepler mit seinen mittlerweile eingeschränkten Möglichkeiten noch Daten liefern kann. Aber 2017 bekommt der Planetensucher im All Untersützung von TESS ((Transiting Exoplanet Survey Satellite) und 2024 dann von PLATO (Planetary Transits and Oscillations of Stars). Und vielleicht findet man dann auch Anzeichen von Leben bei einem der Exoplaneten.

Header-Bild: NASA/JPL-Caltech/R. Hurt

Raumzeit-Podcast: Gravitationswellenastronomie

Tim Pritlove spricht in der 61. Episode des Raumzeit-Podcasts mit ESA-Physiker Oliver Jennrich über Gravitation, deren Wellen (oder doch Teilchen) und deren Bedeutung für die zukünftige Astronomie.

 

ISS-Außeneinsatz abgebrochen: Tim & Tim und ein Tropfen Wasser

ESA-Astronaut Tim Peake beim Außeneinsatz an der Internationalen Raustation ISS, aufgenommen mit Tim Kopras Helmkamera. <br/><small>Foto: <a href="http://www.esa.int/spaceinimages/Images/2016/01/Tim_Peake_spacewalk">NASA</a>
ESA-Astronaut Tim Peake beim Außeneinsatz an der Internationalen Raustation ISS, aufgenommen mit Tim Kopras Helmkamera.
Foto: NASA

Der ESA-Astronaut Tim Peake durfte am vergangenen Freitag, 15. Januar 2015, das erste Mal  die Internationale Raumstation ISS verlassen und mit dem Raumanzug raus in den Weltraum. Mit dabei war der NASA-Astronaut und Namensvetter Tim Kopra.

Die „extravehikulare Aktivität“ (EVA) — lustigerweise oft „Weltraumspaziergang“ genannt, obwohl das harte Arbeit an der Raumstation ist — musste vorzeitig abgebrochen werden, da in Kopras Helm ein Wassertropfen „kleiner als ein Golfball“ entdeckt wurde.

Die Missionskontrolle erinnerte sich wohl an die Außenmission des italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano im Jahr 2013, dessen Helm durch ein Leck mit eineinhalb Litern Wasser voll lief. Von dieser zumindest unangenehmen, wenn nicht sogar gefährlichen Situation, berichtete Parmitano danach ausführlich.

Tim & Tim kamen bei ihrem Außeneinsatz aber nicht in Gefahr, aber „schon“ nach 4 Stunden und 43 Minuten waren beide wieder an Bord der ISS. Den Arbeitsauftrag — der Austausch eines defekten Spannungsreglers — konnten die Astronauten vor der vorzeitigen Ende der Mission aber noch ausführen.

Die ESA hat nun ein Video von Tim Peakes Weltraumeinsatz veröffentlicht. Sehenswert auch, wie brachial die Kollegen an Bord den Heimkehrern aus den Anzügen helfen müssen. 😉

Sterne, Galaxien und die Raumfahrt